In seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 19.1.2011, wird der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn darüber entscheiden, ob und wo das Fach Kulturanthropologie/Volkskunde in der Zukunft eingebunden sein wird. In der letzten Sitzung waren alle Institute aufgefordert worden, eine mögliche Einbindung des Faches zu prüfen.
Zurzeit ist die Kulturanthropologie/Volkskunde als Profil im Bachelor „Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft” und im Master „Germanistik” als Profil wählbar, das Institut für Germanistik möchte dieses Profil und die entsprechenden Module jedoch zum nächst möglichen Zeitpunkt (WS 2011/12) einstellen. Nach großen Protesten gegen diese Streichung konnte auf der letzten Sitzung des für diese Entscheidung zuständigen Fakultätsrats erreicht werden, dass zunächst nach neuen Kooperationsmöglichkeiten gesucht wird. Insbesondere sollte dem neuen Lehrstuhlvertreter Dr. Helmut Groschwitz (erst seit November 2010 in Bonn tätig) die Möglichkeit eingeräumt werden, neue Kontakte zu anderen Instituten aufzubauen.
In der kommenden Woche sollen diese neuen Kooperationsmöglichkeiten nun vorgestellt und diskutiert werden. Außerdem soll bereits darüber entschieden werden, in welches Institut das Fach migriert und welche Studiengänge in Zukunft angeboten werden können. Hiervon abhängig ist auch die Ausrichtung der Neuausschreibung der einzigen Professur des Faches, die seit mehr als zehn Jahren vertreten wird und bisher nicht besetzt wurde. Das letzte Berufungsverfahren war von der Fakultät aufgrund der schwierigen Verfahrenslage gegen die Stimmen der studentischen Vertreter eingestellt worden.
Noch ist der Erhalt des Faches keinesfalls gesichert: Der Druck ist groß, die momentan im Germanistikstudiengang angebotenen Module zu schließen. Und dass ohne direkten Anschluss, bzw. Ersatz, in Form kulturanthropologischer Module in einem anderen Studiengang zu gewährleisten. Es ist auch noch unklar, ob die jetzigen Erstsemester des BAs im Germanistikstudiengang das Profil Kulturanthropologie/Volkskunde wählen können, wie es zum Zeitpunkt ihrer Einsächreibung noch in der Studiengangsinformation angeboten wurde. Falls dies nicht sichergestellt wird, würde es für eine Generation von Studierenden unmöglich, das Fach Kulturanthropologie/Volkskunde in Bonn zu studieren. Es muss deshalb gewährleistet werden, dass das Profil im Germanistik-Studiengang zum kommenden Wintersemester gewählt werden kann und ein neuer Studiengang mit Beteiligung der Kulturanthropologie/Volkskunde spätestens im Anschluss hieran startet.
Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen und sich in die Diskussion einzubringen, rufen wir zur Teilnahme an der öffentlichen Sitzung des Fakultätsrats auf:
Treffpunkt ist Mittwoch, 19.1., ab 13:30 Uhr, Arkadenhof des Uni-Hauptgebäudes!
...auf der Internetpräsenz der Taskforce „Kultur s. t.” zur Rettung der Volkskunde an der Bonner Universität.
Erfahren Sie hier wer wir sind, warum wir diese Aktion ins Leben gerufen haben, worum es uns geht und wie Sie uns helfen können.
Bitte beachten Sie auch vor allem unseren kürzlich produzierten Kurzfilm in der Rubrik „Über uns”.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Aktueller Stand der Anzahl zurückgeschickter Protesterklärungen:



Petitionen!
Bitte helfen Sie uns diese Zahl weiter zu erhöhen. Laden Sie sich die Petition zum Erhalt des Faches runter und lassen Sie sie von so vielen Bekannten und Verwandten wie möglich unterschreiben.









